Die Ziegen (Capra aegagrus hircus) sind unsere ältesten Bewohner – mit ihnen fing vor vielen Jahren alles an. Daher ist das Wildgehege vielen noch heute unter dem Namen „Ziegengehege Herborn“ bekannt.
Wissenswertes über die Ziege
Die Ziege gilt neben Hund und Schaf als eines der ersten wirtschaftlich genutzten Haustiere des Menschen. Weltweit gibt es rund 1.200 verschiedene Ziegenrassen. Im Schnitt werden sie 50 bis 65 cm hoch und wiegen zwischen 30 und 40 kg. Die Weibchen (Geiß) bleiben deutlich kleiner und leichter als die Männchen (Böcke) – erkennbar am charakteristischen Ziegenbart der Böcke. Mehr Infos zu Ziegenrassen gibt es auch bei Wikipedia.
Leben in der Herde
In freier Wildbahn bilden Ziegen Herden von 15 bis 25 Tieren – meist Weibchen mit Nachwuchs. Die Männchen stoßen nur zur Paarungszeit dazu. Je nach Rasse kann die Paarungszeit auf eine bestimmte Jahreszeit begrenzt sein, bei der Hausziege ist sie ganzjährig möglich. Die Trächtigkeit der Geiß beträgt rund 150 Tage, danach kommen meist zwei bis drei Kitze zur Welt, die bereits kurz nach der Geburt laufen können.
Intelligent, neugierig, kletterstark
Ziegen sind äußerst intelligent, selbstbewusst und neugierig. Wie unsere Mufflons sind sie echte Kletterkünstler und bewegen sich auf Felsen und Steilwänden mit Leichtigkeit fort. Zudem sind sie genügsam und fressen nahezu alles Grüne – weshalb sie auch zur Landschaftspflege eingesetzt werden. Dabei ist Vorsicht geboten, da Ziegen im Übermaß auch ganze Landschaften kahlfressen können.
Begleiter des Menschen seit 10.000 Jahren
Die Domestizierung der Ziege begann vor rund 10.000 Jahren im Orient. Die meisten Fossilien wurden in dieser Region gefunden. Heute sind die verschiedenen Rassen weltweit verbreitet. Eine Ziege kann in Gefangenschaft 15 bis 20 Jahre alt werden, in freier Wildbahn ist die Lebenserwartung meist kürzer.















